Vom Handwerk zum Mundwerk

 

Mein Name ist Burkhard Koller, geboren bin ich im Bayerischen Wald.

 

Ich bin als zweites Kind zusammen mit einem älteren Bruder und einer jüngeren Schwester auf einem kleinen Bauernhof aufgewachsen.

 

Mein Leben als Kind und Jugendlicher war geprägt von der Natur, in der ich mich sehr viel bewegt habe. Mein Spielplatz waren die Wälder, Wiesen und Bäche, die unseren kleinen Bauernhof umgeben haben.

 

Ich habe den künstlerischen Beruf des Graveurs gelernt, habe die Meisterprüfung abgelegt und war seit dem fast mein ganzes Leben schon selbständig als Graveurmeister.

 

Ich fühle also lebe ich

Als Kind habe ich sehr viel geweint. Bei fast jeder Gelegenheit purzelten die Tränen aus mir heraus. Ich wurde dafür oft gehänselt und fühlte mich dadurch schnell als Außenseiter.

Heute weiß ich, dass damals die Tränen nichts weiter waren als der Ausdruck meines tiefen Fühlens. Ich habe viele Situationen intensiver und empfindsamer wahrgenommen als viele meiner Freunde. Der heutige Begriff dafür wäre wahrscheinlich "hochsensibel".

Dieses tiefe Fühlen hat sich bis heute nicht nur erhalten, es ist seit einigen Jahren die Grundlage meiner Berufung geworden. Ich habe viele Aus- und Weiterbildungen gemacht, um einen noch größeren Zugang zu den inneren Fühlräumen in mir und bei den Menschen zu bekommen. 

Als es dunkel wurde in mir ...

Vor vielen Jahren gab es einen der dunkelsten Momente in meinem Leben, in dem ich mir nicht vorstellen konnte, wie es weitergehen sollte.

Ich hatte zusammen mit meiner damaligen Frau ein kleines Geschäft mit dem ich gutes Geld verdiente. Ein Haus, zwei tolle Kinder und ein funktionierendes Umfeld. Damals war ich in dem irrigen Glauben, ich könnte so viel Geld verdienen, um mir irgendwann damit meine Freiheit zu erkaufen. Das Leben hat mich dann brutal etwas anderes gelehrt.

Ich habe finanziell von einem zum anderen Tag alles verloren, was ich mir bis dahin geschaffen hatte. Mehr noch ich hatte einen riesigen Schuldenberg, der mich schier erdrückte.

In dieser erdrückenden Situation konnte mich kaum mehr im Spiegel anschauen, weil ich in dem Spiegel einen Menschen sah, in dem kaum noch Leben war, der vermeintlich sein Leben an die Wand gefahren hatte.

Ich bekam in dieser Zeit immer mehr körperliche Symptome. Panikattacken, die bis zu Todesängsten geführt haben, bestimmten meine Tage. Immer und immer wieder.

Ich bewegte mich in einem Kreislauf, der mich immer weiter nach unten zog. Ich fühlte mich völlig bewegungslos, machtlos und ausgeliefert.

Ich spielte weiter meine Rolle ...

Und das unbegreifliche in dieser Situation für mich war, ich tat jeden Tag von neuem meine Pflicht. Ich stand jeden Morgen auf und tat so, als ob nichts war. In meinem Umfeld hat niemand wahrgenommen, wie mein wirklicher Zustand war. Ich habe meine Rolle in meinem Leben einfach weitergespielt. Bin in mein damaliges Geschäft gefahren, habe gearbeitet, habe meinen Freunden ein heiles und glückliches Leben vorgemacht.

Ich war ein perfekter Schauspieler.

Nach Außen war alles wunderschöne heile Welt aber in mir gab es eine Eruption nach der anderen. Alles in mir hat nach Leben geschrien. Jede Zelle hat vibriert. Und dann immer wieder diese Panikattacken mit Herzrasen, die in mir Todesangst ausgelöst haben.

Sie waren nicht zu kontrollieren, kamen wann sie wollten und haben mein Leben zu einer wahren Hölle gemacht.

Ich habe alles dafür getan, um den Schein nach außen zu wahren. Das hat mich, aus heutiger Sicht noch die letzten Energiereserven gekostet.

Der Moment, als ich aufgab ...

Irgendwann konnte ich dann nicht mehr und ich habe aufgegeben. In meiner Hilflosigkeit habe ich angefangen zu beten. Ich bin katholisch erzogen und habe gelernt zu beten. Meine Gebete hatten aber in dieser Zeit nichts mit dem zu tun, wie ich beten gelernt hatte. Meine Gebete waren nur noch schmerzerfüllte Hilferufe nach irgendwohin.

Ich weiß heute nicht mehr, ob ich sie zu einem Gott oder sonst wohin gerichtet habe.

Ich habe einfach nur noch innerliche Schreie losgelassen.

Heute, nach vielen Jahren lebe ich wieder. Ich lebe wieder ein Leben für das es sich lohnt jeden Tag aufzustehen, in dem Freude mein Antrieb ist, in dem auch nicht immer nur die Sonne scheint, wo ich aber weiß, dass Wolken und Regen, der helle Tag und die dunkle Nacht zum Leben dazugehören, weil es in der Natur genauso ist.

Die Entscheidung für Leben ...

Ich habe an dem dunkelsten Punkt meines Lebens eine Entscheidung getroffen, eine Entscheidung für das Leben, für mein Leben. Und ich habe mich auf die Reise gemacht, eine Reise zu mir. 

Ich wusste nicht was mir auf diesem Weg alles begegnen würde. Ich wusste auch noch nicht was ich tun sollte und wie es geht. Aber ich fing einfach an zu gehen, mit einem ersten Schritt und dann einem zweiten, einem dritten und so weiter ...

 

Heute ist aus diesen vielen Schritten ein Weg entstanden auf den ich zurückschauen kann.

Durch den inneren Ruf zur Berufung

 

Das Leben als solches hat mich am meisten geschult und ausgebildet. Aus vielen eigenen Erfahrungen und gemeisterten Herausforderungen hat sich meine heutige Berufung entwickelt.

Die Schicksalsschläge, die ich erlebt habe machen mich nicht zu etwas Besonderem. Viele dieser Erlebnise passieren tagtäglich vielen anderen Menschen um mich herum. Das für mich Wichtige daran sind für mich immer wieder die Perlen, die sich in allen anfänglich schwierigen und engen Lebenssituationen offenbart haben.

 

In meinem Leben habe ich mir auch viel vom Wasser abgeschaut.

Dieses wertvolle Wissen und viel praktische Lebenserfahrung gebe ich den Menschen heute auf einfache Art weiter.​

Der Blick über den Tellerrand

Durch einen „Zufall“ bin ich vor über 20 Jahren dem japanischen Wissenschaftler Dr. Masaru Emoto begegnet. Er war der Pionier der Wasserkristallfotografie. Diese Begegnung hat in mir etwas ausgelöst.

 

Damals habe ich angefangen, das Element Wasser zu erforschen. Unkonventionell und mit einer sehr einfachen Herangehensweise. Seitdem betrachte ich das Lebens-Element Wasser und seine positiven Auswirkungen auf unser Leben unter verschiedenen Blickwinkeln in seiner Ganzheitlichkeit. Mit meinem neugierigen Geist experimentiere und entdecke ich.

2006 hat mich das Leben auf neue Wege geschickt, ich bin von Bayern in die Schweiz nach Basel gezogen, samt meiner kleinen Werkstatt. 

Von da an habe ich mich noch intensiver auf die Erforschung der Zusammenhänge von Wasser, Mensch und Gesundheit einlassen können. 

 

Ende 2017 hatte ich einen Unfall, der mich augenblicklich aus meinem erlernten Berufsfeld des Graveurs herauskatapultierte. Ich habe mir die rechte Hand gebrochen, mit der ich bis dahin meine Tätigkeiten überwiegend ausgeübt habe.

In der Folge mußte ich mich neu orientieren. Für den Ruhestand fühlte ich mich noch lange nicht bereit aber viele meiner gewohnten manuellen Arbeiten in meinem Beruf konnte ich nicht mehr ausüben.

Das Kartenhaus bricht zusammen

Als ob dieser eine Schicksalsschlag noch nicht genug war, wurde mir auch noch meine Werkstatt wegen Eigenbedarfs gekündigt. Ich war bis dahin über 30 Jahre selbständig als Unternehmer tätig. Meinen künstlerischen Beruf habe ich mit Liebe und Herzblut ausgeübt.

Ich hatte das Gefühl, dass alles um mich herum wie ein Kartenhaus zusammenbrach.

In diesen Momenten brauchte ich eine große Portion Zuversicht ins Leben.

Ist es ein Ende oder ein Anfang?

Da ich mich schon seit über 20 Jahren intensiv mit dem Thema Wasser befasst hatte, nahm ich die entstandene Situation als Anlass und begann darüber zu schreiben. Mein Handwerk hatte ich ja nicht mehr. Aus dem recht schnellen Erkennen der "vermeintlichen Widrigkeiten" des Lebens als Perle, gepaart mit viel Mut und Vertrauen, entstand daraus bis Ende 2018 mein Buch "Die Kraft des Wassers".

Vom Handwerk zum Mundwerk

Aus heutiger Sicht betrachtet, waren diese tiefen Einschnitte nichts weiter, als die Hinweise des Lebens, das es jetzt Zeit war, neue Wege zu gehen.

Der Satz "Vom Handwerk zum Mundwerk" wurde in dieser Zeit geboren.

Das war mein intensivster und mutigster Weg, den ich bisher gegangen bin.

 

Das "Handwerk", das mich über 30 Jahre ausgrfüllt hatte, ging und das "Mundwerk", das ich vom Leben gelernt habe, kam.

 

Heute bin ich sehr dankbar für alle Wegweisungen und fülle glücklich meinen neuen Platz im Leben aus.

Durch alle meine Erfahrungen und Erlebnisse habe ich meine jetzige Berufung gefunden:​

Ich begleite Menschen in ihren eigenen Entwicklungsprozessen wenn es um private und berufliche Neuorientierung geht.

Nähere Informationen dazu findest du hier

Burkhard Koller

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